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WS in the local newspaper in Kassel, Germany

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WS in the local newspaper in Kassel, Germany

This Article appeared in the local paper this week. Thomas Stier, the journalist, is also a WS-host and he interviewed me as well about my WS experiences. I'll post a translation later...

Eine Dusche
für die Radler
Warmshowers-Mitglieder der Region
bieten Fremden ein Dach über dem Kopf
V O N T H O M A S S T I E R

KAUFUNGEN. Das Handy klingelt:„Hallo, ich bin Steen.Können wir heute Nacht bei Dir schlafen?“ Dem ersten
Schreck folgt die Frage des Gastgebers: „Wie viele seid ihr denn?“ „Wir sind vier Dänen aus Kopenhagen und kommen aus Malaga.“
So oder ähnlich geht es für die etwa 22 Mitglieder der Warmshowers-Gemeinschaft in Nordhessen und Südniedersachsen zu, wenn sich Überraschungsgäste ankündigen. Die hat weltweit etwa 40 000 Mitglieder, die 23 000 Quartiere anbieten. Allein in Deutschland sind über 2300 Radler angemeldet, davon über 20 in der egion.
Die Dänen, die vom Kaufunger Gastgeber per Rad in der Söhre abgeholt und nach Kaufungen gelotst wurden, entpuppten sich als ausgesprochen muntere Familie: Steen (55), Philosophieprofessor, seine Frau Ida (48), nthropologie- Professorin, Abiturientin Clara (21) und Nesthäckchen Albert (12), der für die Tour von der Schule befreit wurde. Alle vier sind zunächst ins südspanische Malaga geflogen und nun sieben Wochen und 3200 Radkilometer später in Nordhessen eingetroffen. Viele Nächte haben sie in Spanien, Frankreich und Deutschland bei Warmshowers- Mitgliedern übernachtet und viele gut gelaunte und gastfreundliche Menschen kennengelernt. In Kaufungen würden sie auch im Garten ihre Zelte aufschlagen – und freuen sich doch über vier weiche Betten.
Vorher waren sie noch einkaufen und haben für sich und ihre Gastgeber ein dä-nisch-vegetarisches Nudelgericht
gezaubert.
Am nächsten Morgen geht es weiter über die Berge von Nieste zum Umschwang und Schloss Berlepsch nach Göttingen. Inzwischen sind alle vier nach knapp 4200 Kilometer wieder daheim gelandet. Und Steen schreibt von einem „Freundesnetzwerk“, das es zu knüpfen gilt. Teil dieses internationalen Netzwerkes ist auch Susanne Kechel, Dozentin am Fröbel-Seminar in Kassel. Die 53-Jährige erwartete kürzlich zwei kanadische Frauen, hatte m Vorjahr ein polnisches Radlerpaar und einen Solisten aus Slowenien zu Gast.
„Es ist total schön, dass die Welt zu mir zu Besuch kommt“, sagt sie und schwärmt von spannenden Begegnungen. Großartig findet sie das gegenseitige Vertrauen innerhalb der Radlergemeinde.
„Leute, die sich den ganzen Tag auf dem Fahrrad schinden, auf die kann man sich verlassen“, sagt sie.
Schlechte Erfahrungen hat Susanne Kechel, die auch Mitglied im deutschen Pendant „Dachgeber“ ist, keine einzige gemacht. Nicht selten ließen unbekannte Gastgeber einfach die Hintertür auf oder hinterlegten den Schlüssel an verabredeter Stelle, wenn sie noch nicht daheim seien.
Und auch die Kontakte zwischen Kaufungen und Kopenhagen reißen nicht: „Wenn ihr nach Dänemark kommt,
müsst ihr bei uns schlafen.“ Ehrensache unter Fernradlern.

HINTERGRUND H I N T E R G R U N D
Über 20 Gastgeber in der Region
Unter www.warmshowers.org kann sich jeder als Gastgeber und Gast registrieren. Seit 1996 bietet das kostenlose Forum Radreisenden in aller Welt die Möglichkeit, auf unkomplizierte Weise in Kontakt zu treten. Eine App fürs Smartphone zeigt auf einer Karte den Standort des potentiellen Gastgebers an, der per Telefon oder auch per Mail kontaktiert werden kann. Der bietet in der Regel eine Dusche und ein Bett, mindestens aber einen Zeltplatz im Garten, oft auch Waschmaschine, Trockner, Kochstelle und mehr und hat dies auf seinem Pofil inklusive seiner Sprachkenntnisse beschrieben.
(tom)